Schuldnerberatung – Wie kann ein Schuldenberater helfen?

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Herzlich Willkommen auf Schuldnerberatung.org! Schulden sind oftmals stigmatisiert, dabei kann jeder in die Situation kommen, fällige Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten zu können – sei es durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder andere Gründe. Unter dem Druck der finanziellen Situation wissen viele Schuldner nicht weiter. Daher informieren wir Sie auf Schuldnerberatung.org ausführlich zu Themen rund um Schuldenregulierung, Insolvenzverfahren, Pfändung und Co

Die wichtigsten Themen auf Schuldnerberatung.org:

Schulden – Überschuldung – Zahlungsunfähigkeit

Schulden an sich müssen noch kein Problem sein. Das neue Eigenheim, der Ersatz für die Uralt-Familienkutsche oder Ausgaben für Haushaltsgegenstände, etwa eine Waschmaschine – nicht jeder hat das benötigte Geld auf der hohen Kante liegen. Solange die monatlichen Zahlungsverpflichtungen für Ratenkredit und Co. bewältigt werden können, befinden sich die Schulden meist noch im Rahmen.

Tritt jedoch eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit ein, werden die Schulden zum Problem. Durch Krankheit, Arbeitslosigkeit oder plötzlich auftretende Zusatzausgaben können Schuldner schnell in die Situation geraten, ihre Gläubiger nicht länger befriedigen zu können. Spätestens in dieser Situation sollten Betroffene sich an eine gute Schuldnerberatung wenden.

Denn eine seriöse Schuldnerberatungsstelle arbeitet zusammen mit ihrem Klienten daran, nicht nur die monatliche Belastung zu reduzieren und die Schulden abzubauen, zugleich steht auch die Sicherung der Existenz des Schuldners im Fokus. Zudem kann eine professionelle Schuldnerberatung kompetent zu wirtschaftlichen und juristischen Auswirkungen verschiedener Möglichkeiten der Schuldensanierung beraten.

Mithilfe einer Schuldnerberatung können auch schwierige Finanzprobleme zu einem fruchtbaren Abschluss gebracht werden.
Mithilfe einer Schuldnerberatung können auch schwierige Finanzprobleme zu einem fruchtbaren Abschluss gebracht werden.
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Ursachen der Überschuldung

Für die Überschuldung von Privatpersonen kann es verschiedene Gründe geben. Eine Umfrage der Wirtschaftsauskunftei SCHUFA hat ergeben, dass aus Sicht der Schuldnerberatung vor allem

  • Arbeitslosigkeit,
  • Scheidung/Trennung,
  • Erkrankungen/Unfälle,
  • gescheiterte Selbstständigkeit,
  • gescheiterte Immobilienfinanzierung und
  • unangemessenes Konsumverhalten

Ursachen einer Überschuldung sind. Zudem ist der Bildungsstand ausschlaggebend: Während lediglich etwa vier Prozent der Schuldner Akademiker sind, haben etwa ein Drittel keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Um möglichst gute Chancen zu haben, die Verschuldung ohne ein Insolvenzverfahren abbauen zu können, sollten Schuldner sich möglichst früh an eine Schuldnerberatung wenden. Ist bereits die Wohnungskündigung im Briefkasten gelandet oder die Zahlungsunfähigkeit steht ins Haus, ist schnelles Handeln jedoch unerlässlich.

Frühzeitiges Intervenieren: Umschuldung von Ratenkrediten

Die Umschuldung nutzen viele Schuldnerberater, um die monatliche Belastung zu reduzieren.
Die Umschuldung nutzen viele Schuldnerberater, um die monatliche Belastung zu reduzieren.

Schuldner, die sich frühzeitig die Zuspitzung ihrer finanziellen Situation eingestehen, können eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit durchaus noch verhindern. Beispielsweise ist die Umschuldung eines Ratenkredits ein probates Mittel, die finanzielle Belastung zu verringern.

Dabei nimmt der Schuldner einen neuen Kredit auf, um einen alten Ratenkredit zu bezahlen. Der Clou an der Sache: Neue Kredite sind gerade in Zeiten des Niedrigzinses oft deutlich günstiger als alte Kredite. Die Abbezahlung des neuen Kredits kann daher mit niedrigeren Raten erfolgen und/oder geht schneller vonstatten.

In der Regel lohnt sich die Umschuldung jedoch nur, wenn der alte Kredit noch mindestens 12 Monate Laufzeit aufweist und wenigstens 1.000 Euro Restschuld beträgt. Ob bei Ihnen eine Umschuldung in Frage kommt und welche Konditionen der neue Kredit aufweisen sollte, kann eine seriöse Schuldnerberatung beantworten.

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Schuldnerberatungsstellen: Wo ist die Schuldenberatung möglich?

Die seriöse Schuldnerberatung ist bei unterschiedlichen Einrichtungen möglich. Generell sollten Schuldner jedoch prüfen, ob die gewählte Beratung professionell arbeitet, besonders im Fall von gewerblichen Angeboten. Ein Indiz dafür kann die Anerkennung nach § 305 der Insolvenzordnung (InsO) sein, durch die die Beratungsstelle Bescheinigungen über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs mit den Gläubigern ausstellen kann. Nur mit dieser Bescheinigung ist es möglich, im Fall der Fälle den Insolvenzantrag zu stellen.

Kostenlose Schuldnerberatung: staatlich, öffentlich und ehrenamtlich

Die kostenlose Schuldnerberatung ist oft stark nachgefragt - mehrere Monate Wartezeit sind keine Seltenheit.
Die kostenlose Schuldnerberatung ist oft stark nachgefragt – mehrere Monate Wartezeit sind keine Seltenheit.

Die öffentliche und ehrenamtliche sowie die staatliche Schuldnerberatung sind meist kostenlos. Solche Angebote werden in der Regel von folgenden Institutionen organisiert:

  • Caritative Einrichtungen, bspw. die Caritas
  • Staatliche Beratungen, bspw. der Kommunen
  • Ehrenamtliche Beratungen, bspw. durch Vereine

Nachteil der kostenlosen Schuldnerberatung ist die hohe Nachfrage – normalerweise müssen Schuldner mehrere Monate auf den ersten Termin warten. Wem die Zahlungsunfähigkeit ins Haus steht, hat diese Zeit nicht. Dann empfiehlt es sich, eine andere Möglichkeit in Betracht zu ziehen.

Außerdem stehen die allermeisten kostenlosen Schuldnerberatungen ausschließlich Privatpersonen offen, sodass selbstständige Schuldner normalerweise gezwungen sind, eine Schuldnerberatung, die mit Kosten verbunden ist, in Anspruch zu nehmen.

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Kostenpflichtige Schuldnerberatung: gewerblich und anwaltlich

Kostenpflichtige Beratungen können eine gute Alternative zu überfüllten staatlichen und öffentlichen Schuldnerberatungen sein. Meist können die Kosten bereits durch die eingesparten Mahnungsgebühren bestritten werden. Handelt es sich um einen Anwalt, so kann dieser das Mandat auch während einer Privatinsolvenz weiterführen. In jedem Fall sollten Schuldner sich einen Kostenvoranschlag geben lassen, ehe sie einen Vertrag unterschreiben.

  • Gewerbliche Schuldnerberatung
  • Schuldnerberatung durch einen Anwalt

Doch Vorsicht vor schwarzen Schafen! Da die Berufsbezeichnung des Schuldnerberaters nicht geschützt ist, kann sich theoretisch jeder diesen Namen geben. Achten Sie auf die Anerkennung nach § 305 InsO, die Qualifikation des Beraters und bspw. seine Berufserfahrung und Qualifikation.

Für den Erstkontakt bieten viele auch eine telefonische Schuldnerberatung an. In der Regel ist jedoch die enge Zusammenarbeit zwischen Schuldner und Berater vonnöten, sodass eine reine Online- oder Telefon-Beratung meist nicht zielführend ist.

Aufgaben einer Schuldnerberatung

Eine seriöse Schuldnerberatung hilft, die wirtschaftliche Existenz des Schuldners zu wahren.
Eine seriöse Schuldnerberatung hilft, die wirtschaftliche Existenz des Schuldners zu wahren.

Der Schuldnerberater verursacht manchmal Kosten, immer ist die Beratung mit Arbeit verbunden, auch seitens des Schuldners – dafür bekommt dieser jedoch auch umfangreiche Unterstützung beim Abbau seiner Schulden.

Erstes Ziel einer guten Schuldnerberatung sollte die außergerichtliche Schuldenregulierung sein, oder anders gesagt: die Verhinderung eines Insolvenzverfahrens. Denn erstens stellt die gerichtliche Schuldenregulierung eine erhebliche Einschränkung des wirtschaftlichen Lebens des Schuldners dar, zweitens ist eine vollständige Befriedigung aller Gläubiger nur extrem selten.

Um möglichst auf die Insolvenz verzichten zu können, übernimmt die Schuldnerberatung die Verhandlungen mit den Gläubigern und arbeitet auf Grundlage der Unterlagen des Klienten einen Rückzahlungsplan aus, der sowohl die Gläubiger zufriedenstellt als auch dem Schuldner genügend finanzielle Mittel für den Lebensunterhalt lässt.

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Ablauf üblicher Schuldnerberatungen

  • Erstkontakt
  • Übergabe relevanter Unterlagen (Rechnungen, Mahnungen, Korrespondenzen etc.)
  • Haushaltsanalyse: Einnahmen und Ausgaben im Vergleich
  • Gibt es Ansprüche auf weitere Einkünfte (Grundsicherung, Sozialhilfe, Elterngeld etc.)?
  • Schuldenanalyse: Gläubiger- und Forderungsaufstellung
  • Kontakt zum Gläubiger herstellen
  • Schuldenbereinigungsplan ausarbeiten
  • Verhandlung mit den Gläubigern
  • Ggf. Nachverhandlung mit den Gläubigern bis zur Einigung
  • Weitere Begleitung während der Rückzahlungsphase
Die Schuldenberatung ist bei einigen Stellen kostenlos, bei anderen kostenpflichtig.
Die Schuldenberatung ist bei einigen Stellen kostenlos, bei anderen kostenpflichtig.

Sollte es zu keiner Einigung zwischen Gläubigern und Schuldner kommen, kann die Schuldnerberatung eine entsprechende Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs ausstellen, mit der die Insolvenzeröffnung erst möglich wird.

Kosten einer Schuldnerberatung

Wer nicht zu den Glücklichen zählt, die einen der begehrten Plätze bei einer kostenlosen Beratungsstelle ergattern konnten, hat oftmals Hemmungen, sich an eine kostenpflichtige Schuldnerberatung zu wenden. Schließlich gibt es bereits genügend unerfüllte Zahlungsverpflichtungen.

Dennoch sollten Betroffene den Schritt wagen. Denn die zusätzlichen Ausgaben sind in der Regel nötig, um letztendlich die Schuldenfreiheit erreichen zu können. Zudem wächst der Schuldenberg aufgrund von Zins- und Mahnkosten weiter an, wenn nicht interveniert wird. Solche Posten können durch eine Schuldnerberatung normalerweise eingespart werden, sodass die Zusatzausgaben oft bereits dadurch gedeckt sind.

Eine seriöse Schuldnerberatung arbeitet jederzeit transparent. Sie sollten jederzeit wissen, wann, wofür und in welcher Höhe Kosten auf Sie zukommen. Die Gesamtkosten sollten bereits vor Vertragsabschluss klar werden.

Staatliche Kostenübernahme durch Beratungshilfe

Zudem gelten Schuldner häufig als bedürftig und haben somit Anspruch auf Beratungshilfe. Diese kann beim Amtsgericht des eigenen Wohnortes beantragt werden. Mit einem Beratungshilfeschein ist die anwaltliche Schuldnerberatung in der Lage, die Kosten direkt mit dem Gericht abzuwickeln. Für den Schuldner wird lediglich eine Gebühr von etwa 15 Euro erhoben.

Bedenken Sie jedoch, dass die Beratungshilfe lediglich für außergerichtliche Anwaltsdienste Gültigkeit hat. Kommt es zum Insolvenzverfahren, müssen diese Kosten durch den Schuldner selbst getragen werden. In der Regel ist die Stundung der Gerichtskosten möglich.

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Die Privatinsolvenz: Gerichtliche Schuldenregulierung

Vorteil der Schuldnerberatung durch einen Anwalt ist die mögliche Weiterbegleitung während einer Insolvenz.
Vorteil der Schuldnerberatung durch einen Anwalt ist die mögliche Weiterbegleitung während einer Insolvenz.

Manchmal ist die wirtschaftliche Situation des Schuldners nur durch ein Verbraucherinsolvenzverfahren zu sanieren. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn es zu keiner Einigung mit den Gläubigern gekommen ist, die bestehenden finanziellen Mittel jedoch nicht zur Schuldentilgung ausreichen und dementsprechend Zwangsvollstreckungsmaßnahmen auf den Schuldner zukommen würden.

Während der Privatinsolvenz ist der Schuldner hingegen vor Vollstreckungsbestrebungen seiner Gläubiger geschützt. Lediglich der Insolvenzverwalter ist zur Pfändung des Schuldnervermögen befugt. Doch wie läuft eine Insolvenz ab, wenn die Schuldnerberatung allein nicht zum Schuldenabbau geführt hat?

Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Damit das Insolvenzgericht das Verfahren eröffnet, bedarf es eines Insolvenzgrundes. Das ist in der Regel die (drohende) Zahlungsunfähigkeit bei natürlichen Personen (§§ 17 und 18 InsO). Voraussetzung ist bei natürlichen Personen aber auch der erfolgte, aber gescheiterte Einigungsversuch mit den Gläubigern. Bei juristischen Personen besteht diese Pflicht nicht.

Der eigentliche Insolvenzantrag besteht aus einem standardisierten Formular des Insolvenzgerichts. Daher müssen Schuldner in der Regel folgende Unterlagen beifügen:

Werden der Schuldnerberatungsstelle alle nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt, kann diese effektiv arbeiten.
Werden der Schuldnerberatungsstelle alle nötigen Unterlagen zur Verfügung gestellt, kann diese effektiv arbeiten.
  • Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs einer anerkannten Schuldnerberatung
  • Vermögensübersicht und Vermögensverzeichnis
  • Gläubigerverzeichnis
  • Forderungsverzeichnis
  • Schuldenbereinigungsplan
  • Ggf. Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung
  • Ggf. Antrag auf Stundung der Verfahrenskosten

In der Folge prüft das Insolvenzgericht an Antrag des Schuldners, etwa hinsichtlich des Vorhandenseins eines Insolvenzgrundes und des Schuldnervermögens. Normalerweise erfolgt die Insolvenzeröffnung nur, wenn zumindest genügend Vermögen zur Tilgung der Verfahrenskosten besteht.

Bitte beachten Sie, dass Fehler beim Insolvenzantrag schwerwiegende Auswirkungen haben können, beispielsweise die Versagung der Restschuldbefreiung! Der Antrag sollte daher unter der versierten Hilfe eines Fachanwalts für Insolvenzrecht gestellt werden.

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Verspäteter Insolvenzantrag

Während der Schuldnerberatung sollten Schuldner auch das Thema Insolvenz ansprechen. Denn ein verspätet gestellter Insolvenzantrag kann ggf. die Restschuldbefreiung gefährden. Gläubiger können beispielsweise die Versagung beantragen, wenn der Schuldner

  • trotz (drohender) Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung oder
  • ohne Aussicht auf Besserung seiner wirtschaftlichen Lage keinen Insolvenzantrag gestellt hat oder
  • die Befriedigung der Insolvenzgläubiger dadurch im letzten Jahr vor Insolvenzeröffnung vorsätzlich oder grob fahrlässig beeinträchtigt hat.

Daher sollte eine gute Schuldnerberatung auch zum richtigen Zeitpunkt des Insolvenzantrags beraten. Insbesondere wenn einer der Gläubiger die Insolvenz des Schuldners beantragt, ist schnelles Handeln geboten – zwei Wochen hat der Schuldner in der Regel Zeit, einen eigenen Antrag zu stellen. Erfolgt dies nicht, ist die Restschuldbefreiung ausgeschlossen.

Ablauf einer Privatinsolvenz

Die professionelle Schuldnerberatung kann auch zur Insolvenz beraten.
Die professionelle Schuldnerberatung kann auch zur Insolvenz beraten.

Stimmt das Gericht der Eröffnung zu, beginnt der eingesetzte Insolvenzverwalter, ein Vermögensverzeichnis anzulegen und die Vermögenswerte des Schuldners zu pfänden. Auch die Verwertung von unbeweglichen und beweglichen Gegenständen (Immobilien, Autos, Schmuck etc.) kann vom Insolvenzverwalter etwa im Rahmen einer Versteigerung betrieben werden.

Das so entstandene Vermögen wird an die Gläubiger anteilsmäßig ausgezahlt. Nahtlos an den Schlusstermin des eigentlichen Insolvenzverfahrens schließt sich die sogenannte Wohlverhaltensphase an. Der pfändbare Anteil des Schuldnereinkommens geht an den Insolvenzverwalter, der ggf. die Verfahrenskosten abzieht und die restliche Summe an die Gläubiger verteilt.

Auch in dieser Zeit kann die Begleitung durch eine Schuldnerberatung sinnvoll sein. Denn während der Insolvenz oder der sechsjährigen Wohlverhaltensphase neu entstandene Schulden werden nicht durch die Restschuldbefreiung erfasst. Somit wäre der Schuldner am Ende dennoch nicht schuldenfrei.

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Restschuldbefreiung: Schuldenfreier Neuanfang

Wird die Restschuldbefreiung gewährt, ist der Schuldner nach Ende der Wohlverhaltensphase normalerweise schuldenfrei. Daher sollte die Insolvenz nach einer Schuldnerberatung auch als Chance für einen Neuanfang betrachtet werden.

Allerdings kann die Restschuldbefreiung auch versagt werden, wenn sich der Schuldner nicht an seine Obliegenheiten hält, zum Beispiel folgende:

  • Erwerbsobliegenheit: Pflicht zur Bemühung um eine bzw. zur Annahme jeder zumutbaren Arbeit
  • Abtretungsobliegenheit: Pflicht zur Abtretung des pfändbaren Einkommensanteils an den Insolvenzverwalter
  • Auskunftsobliegenheit: Pflicht zur umgehenden Meldung veränderter Einkommensverhältnisse, eines Wohnortwechsels, einer Kündigung oder Jobwechsels etc.
  • Erbabgabe: Pflicht zur Abgabe des hälftigen Wertes eines Erbes an den Treuhänder

Ein Insolvenzverfahren kann eine nicht unerhebliche Belastung für den Schuldner sein. Eine gute Schuldnerberatung ist während dieser Zeit eine nicht zu unterschätzende Stütze und berät zu Fragen zum Verfahren und Ablauf der Insolvenz.

Insolvenz als Selbstständiger

Selbstständige und Freiberufler sollten mit ihrer Schuldnerberatung klären, welches Insolvenzverfahren in Frage kommt.
Selbstständige und Freiberufler sollten mit ihrer Schuldnerberatung klären, welches Insolvenzverfahren in Frage kommt.

Normalerweise steht die Privatinsolvenz Selbstständigen nicht offen. Eine Ausnahme besteht jedoch bei ehemaligen Selbstständigen, die

  • weniger als 20 Gläubiger haben und
  • bei denen keine Forderungen aus Arbeitsverhältnissen bestehen.

Normalerweise müssen Selbstständige jedoch den Weg der Regelinsolvenz beschreiten und zu diesem Zweck eine anwaltliche Schuldnerberatung in Anspruch nehmen. Unter Umständen kann trotz Insolvenz das Geschäft bestehen bleiben. 

Wird das Unternehmen hingegen liquidiert, verwertet der Insolvenzverwalter das gesamte Firmenvermögen, etwa durch den Verkauf von Produktionsmaschinen, Dienstfahrzeugen, Grundstücken etc. Auch der Verkauf von Teilbereichen oder des Betriebes als Ganzes ist möglich.

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Restschuldbefreiung nach der Regelinsolvenz

Die Schuldnerberatung hilft auch, am Ende die Schuldenfreiheit zu erlangen.
Die Schuldnerberatung hilft auch, am Ende die Schuldenfreiheit zu erlangen.

Einzelunternehmer, Selbstständige und Freiberufler können ebenso im Regelinsolvenzverfahren von einer Restschuldbefreiung profitieren. Auch hier gilt: Der Schuldner muss seinen Obliegenheiten nachgekommen sein, ansonsten kann der abschließende Schuldenerlass verwehrt werden.

Die Obliegenheiten decken sich weitgehend mit denen von insolventen Privatpersonen. Das pfändbare Einkommen des Schuldners etwa ist abzugeben, ebenso die Hälfte eines Erbteils. Es besteht Erwerbs- und Auskunftspflicht.

Beachten Sie unbedingt, dass sowohl während der Regel- als auch der Privatinsolvenz Zahlungen ausschließlich an den Insolvenzverwalter erfolgen dürfen, niemals jedoch an einen Gläubiger! Andernfalls machen Schuldner sich strafbar!

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