Drohende Zahlungsunfähigkeit bei GmbH & Co: Was zu beachten ist

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Im Überblick: Drohende Zahlungsunfähigkeit

  1. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit ist ein Schuldner voraussichtlich nicht dazu in der Lage, seinen bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, wenn diese fällig werden.
  2. Ob die Zahlungsunfähigkeit droht, muss anhand einer Prognose ermittelt werden. Dabei werden Einnahmen und Ausgaben einander gegenübergestellt.
  3. Liegt eine drohende Zahlungsunfähigkeit vor, besteht keine Insolvenzantragspflicht für den Schuldner.
Was bedeutet drohende Zahlungsunfähigkeit? Die Insolvenzordnung (InsO) gibt Aufschluss.
Was bedeutet drohende Zahlungsunfähigkeit? Die Insolvenzordnung (InsO) gibt Aufschluss.

Was bedeutet eine drohende Zahlungsunfähigkeit? Definition gemäß Insolvenzordnung

Viele verschiedene Gründe können dazu führen, dass ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät: So können beispielsweise Kunden die Zahlung offener Rechnungen verweigern, die Auftragslage verschlechtert sich oder aber es liegt eine allgemeine Misswirtschaft vor.

In diesen und weiteren Fällen kann eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu erwarten sein. Doch was bedeutet das eigentlich genau? Die Definition findet sich in § 18 der Insolvenzordnung (InsO):

Der Schuldner droht zahlungsunfähig zu werden, wenn er voraussichtlich nicht in der Lage sein wird, die bestehenden Zahlungspflichten im Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Wie lässt sich eine drohende Insolvenz abwenden? Diese Frage lässt sich nicht pauschal für jedes betroffene Unternehmen beantworten. Vielmehr muss je nach Einzelfall die individuelle Lage der Firma betrachtet werden. Dabei kann es unter anderem hilfreich sein, einen Zahlungsaufschub mit den Gläubigern zu vereinbaren.

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Drohende Zahlungsunfähigkeit ermitteln: Welcher Prognosezeitraum ist von Bedeutung?

Drohende Zahlungsunfähigkeit: Beispiele für Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten finden sich häufig in den Nachrichten.
Drohende Zahlungsunfähigkeit: Beispiele für Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten finden sich häufig in den Nachrichten.

Doch wie kann ein Unternehmen nun genau ermitteln, ob eine drohende Zahlungsunfähigkeit tatsächlich vorliegt? Hierzu müssen die Verantwortlichen eine Prognose über die zukünftige Liquidität erstellen.

Dabei stellen sie die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben einander in einem sogenannten Liquiditätsplan gegenüber. Ist es wahrscheinlicher, dass das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann, so wird von drohender Zahlungsunfähigkeit ausgegangen.

Welcher Prognosezeitraum zu beachten ist, wenn die drohende Zahlungsunfähigkeit ermittelt werden soll, ist nicht gesetzlich festgelegt. Je nach Einzelfall kann die Prognose mehrere Monate bis zu einigen Jahren umfassen. Im Regelfall behandelt die Prognose den Zeitraum bis zum Ende des übernächsten Geschäftsjahres.

Muss bei drohender Zahlungsunfähigkeit zwingend die Insolvenz angemeldet werden?

Möchten Sie die drohende Zahlungsunfähigkeit ermitteln, müssen Sie eine Liquiditätsprognose vornehmen.
Möchten Sie die drohende Zahlungsunfähigkeit ermitteln, müssen Sie eine Liquiditätsprognose vornehmen.

Welche Folgen hat nun aber die drohende Zahlungsunfähigkeit? Besteht eine Antragspflicht hinsichtlich der Regelinsolvenz, wenn ein Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten rutscht? Die Antwort lautet: Bei drohender Zahlungsunfähigkeit kann die Insolvenz angemeldet werden, muss es aber nicht. Das Unternehmen kann auch noch versuchen, selbst wieder auf die Beine zu kommen.

Anders verhält es sich jedoch, wenn tatsächlich die Zahlungsunfähigkeit oder die Überschuldung eintritt. Laut Insolvenzrecht besteht in diesen Fällen eine Insolvenzantragspflicht.

  • Zahlungsunfähig ist ein Unternehmen laut § 17 Abs. 2 InsO dann, wenn es seine fälligen Zahlungspflichten nicht mehr erfüllen kann.
  • Zur Überschuldung kommt es gemäß § 19 Abs. 2 InsO, wenn das Vermögen des Unternehmens die bestehenden Verbindlichkeiten nicht länger deckt.
Wird ein Unternehmen zahlungsunfähig oder ist überschuldet, muss es innerhalb von drei Wochen die Insolvenz anmelden. Ansonsten machen sich die Verantwortlichen der Insolvenzverschleppung schuldig. Liegt lediglich eine drohende Zahlungsunfähigkeit vor, kommt diese Insolvenzstraftat jedoch noch nicht Betracht.
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