Firmeninsolvenz: Voraussetzungen und Ablauf

Von schuldnerberatung.org, letzte Aktualisierung am: 20. November 2020

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Im Überblick: Firmeninsolvenz

Wer kann eine Firmeninsolvenz durchlaufen?

Einzelunternehmen, Gesellschaften und Freiberufler können eine Regelinsolvenz beantragen. 

Wann kann eine Firmeninsolvenz beantragt werden werden?

Wenn eine Zahlungsunfähigkeit bereits besteht oder droht oder eine Überschuldung vorliegt, können Firmen einen Insolvenzantrag stellen.

Was ist das Ziel einer Firmeninsolvenz?

Im Rahmen einer Firmeninsolvenz kann ein Unternehmen entweder liquidiert oder saniert werden.

Firmeninsolvenz: Letzter Ausweg für Unternehmen

Wie gestaltet sich beim Insolvenzverfahren einer Firma der Ablauf?
Wie gestaltet sich beim Insolvenzverfahren einer Firma der Ablauf?

Geht eine Firma pleite, hat diese die Möglichkeit, eine Regelinsolvenz zu durchlaufen. Im Rahmen der Firmeninsolvenz kann ein Unternehmen entweder liquidiert oder saniert werden. Die Liquidierung hat die Auflösung des Unternehmens zur Folge. Bei der Sanierung hingegen ist die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Rentabilität der Firma das Ziel

Wann Unternehmen eine Firmeninsolvenz anmelden müssen, regelt die lnsolvenzordnung (InsO). Folgende Gründe rechtfertigen die Eröffnung einer Firmeninsolvenz:

Eine Zahlungsunfähigkeit liegt gemäß § 17 InsO dann vor, wenn fällige Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erfüllt werden können. Werden durch den Schuldner keine Zahlungen mehr getätigt, ist davon auszugehen, dass eine Zahlungsunfähigkeit bereits vorliegt.

Von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit ist gemäß § 18 InsO auszugehen, wenn der Schuldner aller Voraussicht nach nicht in der Lage sein wird, die Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu erfüllen.

Eine Überschuldung liegt gemäß § 19 InsO dann vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Dies gilt nicht, wenn eine Fortführung des Unternehmens weiterhin wahrscheinlich ist.

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Bei juristischen Personen und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit besteht ein Antragsrecht für alle Mitglieder des Vertretungsorgans. Im Fall der Führungslosigkeit kann bei juristischen Personen jeder Gesellschafter und bei Aktiengesellschaften oder Genossenschaften jedes Mitglied des Aufsichtsrats berechtigt, einen Insvolvenantrag zu stellen.

Eine Antragspflicht besteht nur bei bestehender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung. In diesem Fall muss der Eröffnungsantrag spätestens drei Wochen nach Eintreten des Insolvenzereignisses gestellt werden. Wird der Antrag nicht rechtzeitig gestellt, kann eine Insolvenzverschleppung vorliegen, welche als Straftat gilt und eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren nach sich ziehen kann.

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