Was ist eine Insolvenzversteigerung und wie funktioniert sie?

Was ist für Sie der beste Weg aus den S‌chulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Im Überblick: Die Insolvenzversteigerung

  1. Eine Insolvenzversteigerung ist eine Form der Zwangsvollstreckung aufgrund der Insolvenz und den sich daraus resultierenden Schulden, die nicht beglichen werden können. Die Insolvenzversteigerung kann sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen betreffen.
  2. Die Insolvenzversteigerung erfolgt entweder online oder in einem Auktionhaus. Insolvenzversteigerungen müssen zunächst beim zuständigen Insolvenzgericht beantragt und genehmigt werden.
  3. Der Gläubiger, der die Insolvenzversteigerung beantragt, muss über einen Titel verfügen, um zwangsversteigern zu können. Bei einer Insolvenzversteigerung kann ein Kfz, eine Immobilien etc. verkauft werden.
  4. Mit dem Erlös aus einer Insolvenzversteigerung werden die Verfahrenskosten bezahlt und die Forderungen der Gläubiger befriedigt.
  5. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Insolvenzversteigerung verhindert werden.
Eine Insolvenzversteigerung ist eine Form der Zwangsvollstreckung, die einer Insolvenz unter Umständen folgt.
Eine Insolvenzversteigerung ist eine Form der Zwangsvollstreckung, die einer Insolvenz unter Umständen folgt.

Wie kommt eine Insolvenzversteigerung zustande?

 Insolvenzversteigerungen können online oder in einem Auktionshaus erfolgen.
Insolvenzversteigerungen können online oder in einem Auktionshaus erfolgen.

Eine Insolvenzversteigerung ist eine Form der Zwangsvollstreckung, die einer Insolvenz unter Umständen folgt. Haben Privatpersonen oder Firmen eine Insolvenz eröffnet und noch offene Schulden, die sie nicht begleichen können, können Gläubiger einen Vollstreckungstitel erwirken und Wertgegenstände zum Konkursverkauf anbieten. Insolvenzversteigerungen können online oder in einem Auktionshaus erfolgen.

Bei einer Insolvenzversteigerung, ob online oder persönlich, werden Wertgegenstände zu Geld gemacht, mit welchem die Verfahrenskosten gezahlt und die Gläubiger befriedigt werden. In der Regel wird die Insolvenzversteigerung von einem oder mehreren Gläubigern beantragt. Für die Durchführung einer Insolvenzversteigerung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Zunächst muss der Gläubiger beim zuständigen Insolvenzgericht einen Vollstreckungstitel erwirken. Dieser kann in Form eines Urteils oder eines Vollstreckungsbescheides sein. Des Weiteren muss der Vollstreckungstitel eine Vollstreckungsklausel enthalten, um gültig zu sein. Ohne entsprechende Vollstreckungsklausel darf die Zwangsvollstreckung und somit die Insolvenzversteigerung nicht durchgeführt werden. Darüber hinaus muss der Vollstreckungstitel beim Schuldner vor Beginn der Zwangsvollstreckung und somit vor der Insolvenzversteigerung zugestellt sein, damit dieser die Planung der Insolvenzversteigerung zur Kenntnis nehmen kann.

Die Insolvenzversteigerung ist für Gläubiger oft der letzte Ausweg, um ihre offenen Forderungen einzutreiben. Zuvor müssen Gläubiger und Schuldner versucht haben, sich außergerichtlich zu einigen. Erst wenn alle Versuche gescheitert sind, werden gerichtliche Schritte eingeleitet.

Eine Insolvenzversteigerung muss beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden. Nach Genehmigung des Antrages kann der Gläubiger bestimmen, in welcher Form er vollstrecken möchte, eine Form davon ist die Zwangsversteigerung. Die Zwangsversteigerung oder Insolvenzversteigerung darf jedoch nur eingeleitet werden, wenn die Schulden höher sind als der Wert der Gegenstände, die zur Insolvenzversteigerung angeboten werden.

Was ist für Sie der beste Weg aus den S‌chulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Wie läuft eine Insolvenzversteigerung ab?

Ob in einem Auktionhaus oder online, eine Insolvenzversteigerung funktioniert immer gleich.
Ob in einem Auktionhaus oder online, eine Insolvenzversteigerung funktioniert immer gleich.

Haben die Gläubiger alle Voraussetzungen für eine Zwangsvollstreckung erfüllt und den Vollstreckungstitel erwirkt, können sie eine Insolvenzversteigerung einleiten, sofern ihre Forderungen höher sind als der Wert der zu versteigernden Wertgegenstände.

Ob in einem Auktionhaus oder online, eine Insolvenzversteigerung funktioniert immer gleich. Bei Versteigerungen werden allegemein zunächst die wichtigsten Informationen bekannt gegeben. Sind alle Beteiligten anwesend, wird das geringste Gebot mitgeteilt.

Dem § 44 Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG) zufolge muss durch das geringste Gebot “die dem Anspruch des Gläubigers vorgehenden Rechte sowie die aus dem Versteigerungserlös zu entnehmenden Kosten des Verfahrens gedeckt werden.” Ist das geringste Gebot verkündet, können alle Interessenten ihre Gebote abgeben. Wie bei allen üblichen Auktionen endet die Insolvenzversteigerung, wenn kein weiterer Interessent mehr bietet. Anschließend wird das höchste Gebot dreimal aufgerufen und der Höchstbietende erhält das Objekt.

Was können Insolvenzversteigerer verkaufen?

Darf ein Auto im Rahmen einer Insolvenzversteigerung verkauft werden?
Darf ein Auto im Rahmen einer Insolvenzversteigerung verkauft werden?

Darf im Rahmen einer Insolvenzversteigerung beispielsweise ein Auto verkauft werden? Wann bleiben Wertgegenstände von Firmen bei Insolvenzversteigerungen verschont?

Im Grunde können bei einer Insolvenzversteigerung sowohl bewegliche als auch unbewegliche Gegenstände verkauft werden. Es gibt allerdings bestimmte Gegenstände, die weder gepfändet noch zwangsversteigert werden dürfen. Welche Gegenstände von einer Pfändung oder einer Zwangsversteigerung ausgeschlossen werden, entscheidet in der Regel der Gerichtsvollzieher. Die entscheidende Frage dabei ist, inwiefern die betroffenen Sachen für die Weiterführung der Firma bzw. für das Privatleben des Schuldners benötigt werden.

Beispielsweise darf ein Auto nicht zur Insolvenzversteigerung angeboten werden, wenn der Schuldner dieses für den täglichen Weg zur Arbeit braucht. Von Insolvenzversteigerungen sind auch Fahrzeuge in der Regel ausgeschlossen, wenn diese für die Weiterführung des Unternehmens benötigt werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn es sich bei der insolventen Firma um ein Taxiunternehmen handelt. Ebenso dürfen bei einer Insolvenzversteigerung keine Büromöbel angeboten werden, wenn die Firma noch weitergeführt werden soll.

Werden wichtige Maschinen einer Industrie bei Insolvenzversteigerungen zum Verkauf angeboten, kann diese unter Umständen verhindert werden.

Was ist für Sie der beste Weg aus den S‌chulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Wie können Sie eine Insolvenzversteigerung verhindern? 

Eine Möglichkeit, die Insolvenzversteigerung aufzuheben ist die Einigung mit den Gläubigern.
Eine Möglichkeit, die Insolvenzversteigerung aufzuhalten, ist die Einigung mit den Gläubigern.

Die Zwangsversteigerung, insbesondere von Immobilien, ist die drastischste Form der Zwangsvollstreckung und wird in der Regel nur eingeleitet, wenn sich Schuldner und Gläubiger nicht anderweitig einigen können. Da die offenen Forderungen der Gläubiger mit der Zwangsversteigerung bzw. Insolvenzversteigerung dennoch befriedigt werden sollten, ist es in der Regel problematisch, eine Zwangsversteigerung zu verhindern.

Erhalten Sie jedoch einen Vollstreckungsbescheid, sollten Sie nicht die Hoffnung aufgeben, denn unter Umständen ist es doch möglich, eine Insolvenzversteigerung oder die Fortsetzung des Verfahrens einzustellen. Denn ist laut § 28 ZVG “ein aus dem Grundbuch ersichtliches Recht bekannt”, welches der Zwangsversteigerung entgegensteht, muss diese in der Regel aufgehoben werden. Unter Umständen räumt das Gericht den Gläubigern aber auch zunächst eine bestimmte Frist ein, innerhalb welcher die Gründe gegen die Insolvenzversteigerung beseitigt werden sollen. Können die Hindernisse nach Ablauf der Frist nicht nachweislich behoben werden, muss das Verfahren eingestellt werden.

Eine andere Möglichkeit, die Insolvenzversteigerung aufzuhalten, ist die Einigung mit den Gläubigern. Denn die Insolvenzversteigerung kann nicht nur vom Gericht, sondern auch von dem Gläubiger verhindert werden, der diese beantragt hat. Haben sich Schuldner und Gläubiger geeinigt, können die Gläubiger ihren Antrag auf Insolvenzversteigerung zurückziehen.

Mit Einwilligung aller Gläubiger kann das Verfahren auch einstweilig eingestellt werden. Den Antrag auf einstweilige Einstellung muss der Schuldner innerhalb von zwei Wochen stellen, nachdem er über die Insolvenzversteigerung informiert wurde. Das Gericht genehmigt den Antrag in der Regel jedoch nur, wenn der Schuldner glaubhaft machen kann, dass er in den nächsten sechs Monaten in der Lage sein wird, die offenen Forderungen der Gläubiger zu befriedigen. Nach den sechs Monaten kann eine einstweilige Einstellung erneut durch den Gläubiger bewilligt werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (32 Bewertungen, Durchschnitt: 4,40 von 5)
Loading...
Was ist für Sie der beste Weg aus den S‌chulden?
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten!
Online Schuldenanalyse →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.