P-Konto: So funktioniert das Pfändungsschutzkonto

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Im Überblick: P-Konto

  1. Auch bei einem P-Konto kann eine Pfändung durch die Gläubiger des Kontoinhabers erfolgen. Allerdings muss dem Schuldner auf dem Pfändungsschutzkonto ein Freibetrag gelassen werden, der pfändungsfrei ist.
  2. Der Grundfreibetrag beträgt sei dem 1. Juli 2017 monatlich 1.133,80 Euro. Legt der Kontoinhaber bei der Bank, bei der er sein P-Konto hat, eine Bescheinigung vor, dass er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist, kann der Freibetrag erhöht werden.
  3. Möchten Sie ein P-Konto eröffnen, kann dies online oder direkt bei Ihrer Bank geschehen.
  4. Für die Einrichtung von einem P-Konto ist ein Antrag in schriftlicher Form bei der Bank einzureichen.
Eine Pfändung ist trotz P-Konto möglich. Es muss dem Schuldner jedoch ein Freibetrag gelassen werden.
Eine Pfändung ist trotz P-Konto möglich. Es muss dem Schuldner jedoch ein Freibetrag gelassen werden.

Was ist ein P-Konto?

Der Begriff „P-Konto“ (seltener „P-Schutzkonto“) ist eine Kurzform und bezeichnet das sog. Pfändungsschutzkonto. Laien gebrauchen mitunter auch fälschlicherweise das Wort „Pfändungskonto“. Aber was genau ist ein Pfändungsschutzkonto überhaupt?

Trotz seines Namens handelt es sich hierbei keineswegs um ein unpfändbares Konto. Es kann somit wie jedes andere Konto von den Gläubigern des Kontoinhabers gepfändet werden – allerdings nicht vollständig. Denn die Besonderheit eines P-Kontos ist die, dass dem Schuldner ein monatlicher pfändungsfreier Grundbetrag gelassen wird. Dieser kann von den Gläubigern auf dem P-Konto nicht angerührt werden.

Dies soll sicherstellen, dass das Existenzminimum des Kontoinhabers trotz der Pfändung gesichert ist.

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Wie ergibt sich der Freibetrag beim P-Konto?

Pfändungsschutzkonto: Mit einer Bescheinigung kann der Freibetrag erhöht werden.
Pfändungsschutzkonto: Mit einer Bescheinigung kann der Freibetrag erhöht werden.

Ein Teil des Geldes muss also auf dem P-Konto verbleiben. Dieser Freibetrag lässt sich berechnen, indem das Netto-Einkommen herangezogen wird und die Zahl der Personen, denen gegenüber der Kontoinhaber zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist.

Zunächst wird jedem Schuldner unabhängig von diesen beiden Faktoren ein Grundfreibetrag gewährt. Dessen Höhe wird vom Gesetzgeber festgelegt und regelmäßig an die steigenden Lebenshaltungskosten angepasst. Seit dem 1. Juli 2017 beträgt der monatliche Grundfreibetrag 1.133,80 Euro.

Dieser automatische P-Konto-Freibetrag lässt sich erhöhen, wenn der Schuldner Unterhalt zahlen muss, z. B. für seine Kinder oder seinen (Ex-)Ehepartner. Denn je mehr Personen er Unterhalt schuldet und je weniger Einkommen er hat, desto weniger dürfen die Gläubiger vom P-Konto pfänden.

Wie hoch der Freibetrag konkret ausfällt, kann der aktuellen gesetzlichen Pfändungstabelle entnommen werden. Damit die Bank weiß, dass der unpfändbare Betrag zu erhöhen ist, muss der Kontoinhaber eine entsprechende Bescheinigung für das P-Konto vorlegen. Diese kann z. B. von einer Schuldnerberatungsstelle, dem Arbeitgeber, der Familienkasse oder einem Sozialleistungsträger ausgestellt werden.

Durch das P-Konto können sich Nachteile ergeben

Wer ein Pfändungsschutzkonto beantragen möchte, sollte sich dies gut überlegen, denn dies kann auch Nachteile mit sich bringen.

Zum einen ist es üblich, dass bei der Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto die Banken die Kreditwürdigkeit des Kunden als niedrig einstufen und ihm deshalb die Kreditkarte kündigen. Das bedeutet meist, dass er bestimmte Dienstleistungen, die nur auf diese Weise bezahlt werden können, nicht mehr in Anspruch nehmen kann.

Zum anderen ist es mit einem P-Konto nicht möglich, etwas anzusparen. Denn schöpft der Kontoinhaber den Freibetrag eines Monats nicht aus, kann das übrige Guthaben zwar in den Folgemonat übertragen werden. Hebt er dieses dann jedoch nicht ab, unterfällt es der Pfändung.

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So können Sie ein P-Konto beantragen

Um online ein P-Konto zu eröffnen, ist ein schriftlicher Antrag notwendig.
Um online ein P-Konto zu eröffnen, ist ein schriftlicher Antrag notwendig.

Möchten Sie ein P-Konto einrichten, können Sie entweder ein bereits bestehendes Girokonto bei Ihrer Bank umwandeln lassen oder ein komplett neues Pfändungsschutzkonto eröffnen. Ein gesetzlicher Anspruch besteht zwar nur auf Ersteres, viele Banken bieten jedoch auch die zweite Option an.

Es ist auch möglich, ein P-Konto online zu eröffnen. Dazu müssen Sie lediglich einen schriftlichen Antrag bei Ihrer Bank stellen. Hierbei ist ein spezielles Formular zu verwenden, das Ihnen die Bank zur Verfügung stellt.

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