Schulden: Bedeutung von Verbindlichkeiten

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Im Überblick: Schulden und Verschuldung

  1. Wird von Schulden gesprochen, ist damit die Rückzahlungsverpflichtung an eine andere Person gemeint.
  2. Schulden selbst sind unproblematisch, solange der Schuldner in der Lage ist, sie fristgerecht zurückzuzahlen. Erst bei einer Überschuldung treten Probleme auf.
  3. Erfolgt nach dem Abschluss des Insolvenzverfahrens die Restschuldbefreiung, hat der Schuldner keine Schulden mehr.

Weitere Ratgeber zum Thema „Schulden“:

Was sind Schulden? Per Definition handelt es sich dabei um eine Rückzahlungsverpflichtung an eine andere Person.
Was sind Schulden? Per Definition handelt es sich dabei um eine Rückzahlungsverpflichtung an eine andere Person.

Was ist Verschuldung? Definition von Schulden

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass Schulden zu machen, etwas ganz Alltägliches ist. Denn von einem Verschulden kann bereits dann gesprochen werden, wenn Sie sich von Ihren Freunden oder Kollegen ein paar Euro borgen, um sich einen Kaffee, ein Parkticket oder sonst etwas kaufen zu können, weil Sie selbst das Geld grad nicht zur Verfügung haben. In der Regel geht ein solcher Vorgang mit der festen Absicht des Schuldners einher, das Geld und damit die Schulden schnellstmöglich zurückzuzahlen.

Die Definition von Verschuldung besagt letztendlich nichts anderes, dass eine natürliche oder juristische Person (z. B. GmbH) – der Schuldner – dazu verpflichtet ist, einen bestimmten Geldbetrag an eine natürliche oder juristische Person – den Gläubigerzurückzuzahlen.

Auch Länder machen regelmäßig Schulden.
Auch Länder machen regelmäßig Schulden.

Praktisch jeder Mensch und jede Institution macht irgendwann im Leben einmal Schulden. Sei es der erwähnte Euro für das Parkticket, ein Kredit für die Expansion des Unternehmens oder nicht zuletzt die Staatsverschuldung, die beinahe jedes Land der Erde betreibt. Allein die Schulden der Bundesrepublik Deutschland belaufen sich auf fast 2 Billionen Euro (Stand September 2018).

Schulden zu machen, dient immer einem Zweck und selbst hohe Schulden können oft zu einem vielversprechenden Ergebnis führen, weshalb sich die Verschuldung durchaus lohnen kann. Wer z. B. einen Studienkredit aufnimmt, muss diesen zwar womöglich über einen langen Zeitraum hinweg zurückzahlen, kommt dafür aber auch in den Genuss einer hochwertigen Ausbildung, die ihn später für einen gut bezahlten Job qualifizieren kann. Wer bei der Bank einen Kredit zur Finanzierung des Eigenheims aufnimmt, kann sich später über ein eigenes Haus freuen. Und ein Geschäftsführer, der Schulden macht, um eine bestimmte Investition tätigen zu können, kann bei Erfolg steigende Gewinne verzeichnen.

Trotz der Verbindlichkeiten, die Schulden mit sich bringen, sind sie nicht per se schlecht. Solange das Ziel der Verschuldung (z. B. die erfolgreiche Investition des Unternehmers) erreicht wird und der Schuldner in der Lage ist, den geliehenen Betrag einschließlich Zinsen zurückzuzahlen, stellen Schulden kein Problem dar.

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Weitere Ratgeber zu spezifischen Schulden:

Ist bei Schulden eine Verjährung möglich?

Manche Schuldner lassen sich mit der Rückzahlung Zeit in der Hoffnung, dass der Gläubiger nach Ablauf einer bestimmten Frist seine Forderungen nicht mehr durchsetzen kann. Denn es ist tatsächlich eine Verjährung von Schulden möglich. Wann diese erfolgt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So können bestimmte Verbindlichkeiten bereits nach 3 Jahren verjähren, andere erst nach 30.

Allerdings ist es in der Regel nicht ratsam, die Schulden einfach „auszusitzen“ und zu hoffen, dass sie verjähren, denn in vielen Fällen wird der Gläubiger bereits vor dem Ablauf der Frist eine Zwangsvollstreckung versuchen, um seine Forderungen durchzusetzen.

Auch Schulden können verjähren.
Auch Schulden können verjähren.
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Überschuldung: Wenn Schulden zum Problem werden

Nehmen die Schulden überhand, sodass der Schuldner nicht mehr in der Lage ist, sie zurückzuzahlen, steckt er in Schwierigkeiten. Dies hat für ihn meist weitreichende Konsequenzen, da er Wege finden muss, die Forderungen der Gläubiger irgendwie aus seinem Einkommen und seinem Vermögen zu bedienen. Dazu gehört es z. B., Besitztümer zu verkaufen und bestimmte regelmäßige Ausgaben einzustellen.

Darüber hinaus erhält er möglicherweise einen negativen Schufa-Eindruck, wodurch seine Kreditwürdigkeit sinkt. Womöglich kann er auch seinen Kindern oder seinem (Ex-)Ehepartner keinen Unterhalt aufgrund der Schulden mehr zahlen, womit auch andere Personen durch seine Überschuldung betroffen sind. Derlei Auswirkungen können einen enormen Druck auf den Schuldner ausüben, sodass Schulden letztendlich auch Folgen für die psychische und physische Gesundheit haben können. Besonders Schulden bei Jugendlichen führen oft zu einer Existenzkrise.

Die Gründe für eine Überschuldung können vielfältig sein und sind selten allein auf den Schuldner zurückzuführen.

Auch eine Scheidung kann zu Schulden führen.
Auch eine Scheidung kann zu Schulden führen.

So sind z. B. der Verlust des Arbeitsplatzes, Erkrankungen, Unfälle und Scheidungen häufige Ursachen für private Schulden. Jugendliche verschulden sich oft durch die Finanzierung teurer Konsumgüter, wie z. B. hochwertiger Smartphones, und verlieren dabei den Überblick über das Verhältnis von Einkünften und Ausgaben. Bei Unternehmen können strukturelle Änderungen des Marktes, Fehleinschätzungen bei der Investition oder unvorhergesehene Ereignisse zur Überschuldung führen.

Des Weiteren ist es auch möglich, Schulden zu erben. Letztendlich kommt es immer dann zur Überschuldung, wenn aus irgendeinem Grund die Einkünfte und das Vermögen des Schuldners nicht mehr ausreichen, um das Geld für die Schulden zurückzuzahlen.

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Arten von Schulden

Schulden lassen sich nach ihrer Dringlichkeit kategorisieren. Unterschieden wird dabei zwischen Primär- und Sekundärschulden.

Als Primärschulden gelten jene Verbindlichkeiten, deren Zurückzahlung erhöhte Priorität hat, weil andernfalls die Existenz des Schuldners bedroht sein könnte. Dazu zählen z. B. Mietschulden, Schulden bei der Krankenkasse oder Steuerschulden.

Sekundärschulden wiederum betreffen Bereiche, die nicht lebensnotwendig sind, wie z. B. die Schulden bei Privatpersonen, bei der Telefongesellschaft oder beim Händler.

Was ist eine Schuldenfalle?

Immer wieder taucht in den Medien auch der Begriff „Schuldenfalle“ auf. Per Definition handelt es sich hierbei um eine Zahlungsverpflichtung, die das erhöhte Potential hat, zur Überschuldung zu führen. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn ein Vertrag eine lange Laufzeit hat und dem Betroffenen keine Möglichkeit zur vorzeitigen Kündigung lässt. Dann kann es passieren, dass sich dessen finanziellen Verhältnisse im Laufe der langen Vertragszeit ändern und er den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Dies führt oft zur Überschuldung.

Aus einer Schuldenfalle herauszukommen, kann sehr schwierig sein.
Aus einer Schuldenfalle herauszukommen, kann sehr schwierig sein.

Was tun bei Schulden?

Wenn sich die Mahnungen stapeln, fragen sich viele bezüglich ihrer Schulden: „Was kann ich machen?“ Benötigen Sie Hilfe bei Ihren Schulden, ist es ratsam, sich an eine professionelle Schuldenberatung zu wenden. Diese kann Sie bei der Schuldenregulierung beraten, Ihnen bei der Einordnung Ihrer Schulden nach Dringlichkeit behilflich sein und Ihnen aufzeigen, welche Schritte Sie als Nächstes unternehmen sollten.

In jedem Fall bietet es sich an, das Gespräch mit den Gläubigern zu suchen und eine Einigung zu versuchen. Möglicherweise lässt sich eine Ratenzahlung der Schulden oder eine Verlängerung der Rückzahlungsfrist vereinbaren.

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Kredit für Schulden: Ist das sinnvoll?

Für die Begleichung von Schulden einen Kredit aufzunehmen, ist meist keine gute Idee. Denn was nützt es, wenn Sie durch den Kredit zwar das Geld haben, um Ihre Gläubiger zu befriedigen, gleichzeitig aber neue Schulden beim Kreditgeber anhäufen und dieser ebenfalls zum Gläubiger wird?

Nur wenn die Konditionen des Kredits erheblich günstiger sind als die des bestehenden Schuldverhältnisses, kann eine derartige Verlagerung von Schulden Sinn machen. Eine solche finanzielle Hilfe ist bei Schulden allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Schuldenfreiheit haben Sie damit nicht erreicht. Zudem ist es aufgrund der Schufa bei bestehenden Schulden meist sehr schwierig, einen neuen Kredit aufzunehmen.

Raus aus den Schulden mit der Privatinsolvenz: Wie funktioniert das?

Schuldnern können nach einer Privatinsolvenz die restlichen Schulden erlassen werden.
Schuldnern können nach einer Privatinsolvenz die restlichen Schulden erlassen werden.

Lässt sich mit den Gläubigern keine Einigung erzielen, bleibt nur die Möglichkeit, die Insolvenz anzumelden. Die Schulden sind nach Abschluss des Verfahrens dann in vielen Fällen vom Tisch und Sie können aufatmen.

Bis dahin ist es allerdings oft ein langer und entbehrungsreicher Weg, denn der zugeteilte Insolvenzverwalter wird sämtliches pfändbares Vermögen zu Geld machen und auch einen Teil Ihres Einkommens einkassieren, um die Forderungen der Gläubiger zu erfüllen. Halten Sie sich jedoch während der gesamten Dauer der Insolvenz an bestimmte Regeln, kann das Insolvenzgericht nach sechs Jahren die Restschuldbefreiung erklären und Ihnen die verbleibenden Schulden erlassen.

Zu diesen Regeln gehören:
  • eine angemessene Tätigkeit auszuüben und so ein verhältnismäßiges Einkommen zu erzielen oder sich zumindest darum zu bemühen
  • bei Behörden stets eine wahrheitsgemäße Schuldenerklärung abzugeben und auch sonst keine falschen Angaben zu machen
  • Arbeitsplatz- oder Wohnungswechsel unverzüglich zu melden
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