Schuldenfalle: Schnappt sie zu, ist es oft schwer ihr zu entkommen

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Im Überblick: Die Schuldenfalle

  1. Können Schuldner ihre Außenstände nicht mehr aus eigener Kraft begleichen und wachsen diese weiter, wird dies in der Regel als Schuldenfalle bezeichnet.
  2. Kredite, Dispositionszinsen (Dispo), Ratenzahlungen, Arbeitslosigkeit sowie Krankheit oder auch unvorhergesehene finanzielle Notlagen können Gründe sein, warum eine Schuldenfalle in Deutschland entstehen kann. Besonders Jugendliche können einer Schuldenfalle oft nicht aus dem Weg gehen.
  3. Präventive Maßnahmen, wie Haushaltspläne, können verhindern, dass Schulden entstehen. Eine Schuldnerberatung ist meist ratsam.
Das Risiko einer Schuldenfalle wird oft unterschätzt.
Das Risiko einer Schuldenfalle wird oft unterschätzt.

Schuldenfalle: Eine kurze Definition

Was ist eine Schuldenfalle überhaupt? Viele Gründe und Situationen können dazu führen, dass sich Schulden ansammeln. An Ende sind es dann nicht nur die offenen Beträge an sich, die der Schuldner zu begleichen hat, sondern auch die entstehenden Zinsen, Verzugszinsen und Mahngebühren, die dazu addiert werden. Häufen sich die Summen so hoch an, dass Betroffene diese auch bei fortlaufenden Rückzahlungen nicht mehr abbezahlen können, wird umgangssprachlich von einer Schuldenfalle gesprochen.

Gesetzlich definiert ist der Begriff nicht. Die Frage „Was sind Schuldenfallen?“ ergibt sich also eher aus den alltäglichen Begebenheiten als aus einer rechtlichen Definition. Wann eine Schuldenfalle besteht und was dann zu tun ist, hängt größtenteils vom jeweiligen Einzelfall ab. Eine Schuldenfalle kann viele Ursachen haben, doch so vielfältig die jeweiligen Gründe sind, so umfangreich können auch die Maßnahmen sein, die helfen Schulden abzubauen bzw. zukünftige Außenstände zu vermeiden.

Einerseits können Betroffene in eine Schuldenfalle geraten, weil sie den Umgang mit Geld und Ausgaben nicht richtig erlernt haben oder die Versuchungen durch Konsumgüter zu groß sind. Andererseits können auch unverschuldete Umstände, wie Krankheit, Unfälle, Todesfälle oder eine Scheidung dazu führen, dass Menschen in eine Schuldenfalle geraten.

Welche Schuldenfallen gibt es eigentlich?

Auch wenn die Situationen der Schuldner immer individuell betrachtet werden müssen, gibt es doch bestimmte Szenarien, die vorrangig dazu führen, dass Schulden entstehen. Neben Krediten, Finanzierungen und Verträgen bzw. Abos, ist eine beliebte Schuldenfalle auch der Dispo. Eine Überziehung des Kontos ist am Ende des Monats nicht gerade selten, vor allem wenn Miete, Strom und Telefonrechnung abgebucht werden, bevor das neue Gehalt da ist. Ist für das Konto dann ein sogenannter Dispositionskredit freigeschaltet, bedeutet eine Überziehung, dass zwar Geld verfügbar ist, hier jedoch Zinsen anfallen, die mit der überzogenen Summe zusammen zurückgezahlt werden müssen.

Es gibt zahlreiche Gründe, in eine Schuldenfalle zu gelangen.
Es gibt zahlreiche Gründe, in eine Schuldenfalle zu gelangen.

Überziehen Kontoinhaber jeden Monat und können die anfallenden Schulden nicht vollständig begleichen, häufen sich so die Außenstände immer weiter an. Das Gleiche passiert beispielsweise auch, wenn Schuldner Kreditraten oder Kaufraten inklusive Zinsen nicht mehr zahlen können. Noch schwieriger wird es dann, wenn mehrere dieser Ratenzahlungen bestehen und Schuldner keinen Überblick mehr haben, an wen sie wie viel zahlen müssen.

Neben der Überziehung des Kontos oder dem Verzug bei Ratenzahlung stellen auch abgeschlossene Verträge oft ein Risiko in Bezug auf Schulden dar. So ist es nicht selten, dass eine Schuldenfalle durchs Handy, Internet oder Telefon entstehen. Insbesondere Jugendliche oder junge Erwachsene unterschätzen die laufenden Kosten bei solchen Verträgen und haben zum Abrechnungszeitraum nicht genügen Geld auf dem Konto. Oft haben sie auch nicht gelernt, Einnahmen und Ausgaben richtig zu kalkulieren bzw. überhaupt mit Geld umzugehen. Sie geben dann konstant wesentlich mehr aus als sie einnehmen und wissen am Ende nicht, wie sie von diesen Schulden wieder wegkommen.

Verlieren Betroffene Kosten für Verträge aus den Augen, die beispielsweise nur im Quartal, halbjährig oder nur einmal im Jahr anfallen, sind Schulden manchmal nicht zu vermeiden. Versicherungen oder bestimmte Zeitungsabonnements wären hier als Beispiel zu nehmen. Hier ist es dann nicht selten, dass das Konto am Fälligkeitstag nicht gedeckt ist. Passiert dies häufiger und begleichen Schuldner die Summen nicht, kommen Zinsen hinzu und die Schulden sammeln sich an.

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Schuldenfalle: Weitere Beispiele für häufige Gründe

Die häufigste Schuldenfalle bei Jugendlichen stellt das Handy dar.
Die häufigste Schuldenfalle bei Jugendlichen stellt das Handy dar.

Neben dem ungehemmten Konsum und dem Handy als Schuldenfalle ist das Auto bei jungen Erwachsenen ebenfalls einer der häufigeren Gründe, warum sie unbezahlte Verbindlichenkeiten haben. Sich das erste Auto zu kaufen, hat teilweise immer noch eine große Bedeutung für eine bestimmte Altersklasse. Mobilität und Prestige spielen dabei keine kleine Rolle. Doch oft werden die anfallenden Kosten außer Acht gelassen. Versicherung und Steuern sowie auch die Kraftstoffkosten fallen dann mitunter dann höher aus als vermutet.

Das Auto kann zudem auch in einem anderen Punkt zur Schuldenfalle werden. Der Kredit oder die Ratenfinanzierung, die eventuell zum Kauf notwendig war, ist eine zusätzliche Belastung, die oft nicht ausreichend bedacht wird. Das trifft dann auch nicht nur auf junge Schuldner zu. Ändert sich beispielsweise die Lebenssituation durch den Verlust der Arbeit, eine Krankheit oder durch eine Scheidung, ist es oft nicht mehr möglich die Kreditraten alleine zu stemmen.

Ähnliche Punkte können das Entstehen einer Schuldenfalle beim Thema „Haus“ begründen. Finanzierungen sind heutzutage für fast alle Lebensbereiche möglich und bergen somit auch das Risiko einer Schuldenfalle. Besonders der Immobilienkauf kann mit seinen relativ hohen Raten bereits bei geringen Veränderungen im Lebensumfeld oder beim Einkommen zu Problemen führen.

Ist das Haus abbezahlt, lauern allerdings beim Unterhalten Kosten, die eine Schuldenfalle beim Eigenheim weiterhin möglich machen. Energiekosten für Strom, Öl oder Gas neigen dazu, den Betroffenen über den Kopf zu wachsen. Insbesondere in finanziellen Schieflagen kann das zur Schuldenfalle beitragen. Gleiches gilt natürlich auch, wenn Mieter diese Kosten nicht mehr aufbringen können.

Auch die folgenden Gründe können dazu führen, dass sich offene Beträge und Rechnung ansammeln:

  • Als weitere unterschätzte Schuldenfalle kann sich Weihnachten erweisen: Geschenke werden auf Raten oder per Kreditkarte gekauft, ohne dass die tatsächlichen Einnahmen berücksichtigt werden.
  • Da jeder verpflichtet ist, krankenversichert zu sein, können sich Außenstände bei Selbstständigen oder privat Versicherten auch hier zur Schuldenfalle entwickeln. Die Krankenkasse kann unter Umständen dann auch Inkassounternehmen beauftragen.
  • Schulden sind während eines Studiums oder einer Ausbildung nicht selten, sei es zum Bestreiten des Lebensunterhalts oder zum Bezahlen der Ausbildung. Müssen Studienkredite und BAFöG zurückgezahlt werden, entsteht oft die Schuldenfalle nach dem Studium.
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Als unterschätzte Schuldenfalle fällt die Kreditkarte den wenigsten als Grund für eine Überschuldung ein.
Als unterschätzte Schuldenfalle fällt die Kreditkarte den wenigsten als Grund für eine Überschuldung ein.

Eine Schuldenfalle zu vermeiden, ist manchmal nicht so einfach

Verschiedene Maßnahmen können dazu beitragen, dass Schuldner zukünftig keine weiteren Schulden anhäufen und eventuell auch in der Lage sind, bestehende Außenstände zurückzuzahlen. Schaffen sie es aus eigener Kraft nicht, den Überblick zu erlangen und einen Weg aus der Schuldenfalle zu finden, ist eine kostenlose Schuldnerberatung sinnvoll und oft auch nötig.

Bevor es soweit kommt und wenn Betroffene feststellen, dass sie teilweise Probleme mit den Finanzen haben, kann ein Haushaltsplan eine gute Option sein. Einnahmen und Ausgaben festzuhalten sowie Raten zu notieren, verschafft eine bessere Übersicht. Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen sollten zudem regelmäßig kontrolliert werden. So haben Betroffene in der Regel einen aktuellen Überblick, was ihnen zur Verfügung steht und können entscheiden, ob weitere Ausgaben möglich sind. Stellen Geld- und Kreditkarten ein Problem in Bezug auf Übersichtlichkeit dar, sollten Schuldner eventuell doch eher Bargeld nutzen und diese Ausgaben dann detailliert auflisten.

Als nächster Schritt ist dann eine Reduzierung der Ausgaben notwendig. Haben Nutzer einen Überblick, ist es leichter möglich, unnötige Ausgaben auszumachen und diese Stück für Stück abzubauen. So reduzieren sie die Gefahr eines Zahlungsrückstandes und das Entstehen einer Schuldenfalle.

Wichtig zum Vermeiden einer Schuldenfalle ist auch, dass eintreffende Rechnungen sofort bezahlt und nicht auf die lange Bank geschoben werden. Je mehr unbezahlte Rechnungen und Mahnungen eintreffen, desto unübersichtlicher wird die Lage.

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