Mit der Schuldenregulierung schuldenfrei werden

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Im Überblick: Schuldenregulierung

  1. Bei der Schuldenregulierung versucht der Schuldner, sich außergerichtlich mit den Gläubigern zu einigen und seine Schulden abzubauen.
  2. Das Ziel der Schuldenregulierung ist, ohne Insolvenz Schulden zu bereinigen und den Lebensunterhalt des Schuldners sicherzustellen.
  3. Eine Schuldenregulierung ist für den Schuldner kostengünstiger als die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei erhalten Gläubiger wenigsten einen Teil ihrer Verbindlichkeiten zurück, weshalb sie dieser meistens zustimmen.
  4. Ist eine außergerichtliche Schuldenregulierung nicht möglich, muss der Schuldner Privatinsolvenz anmelden. Nach der Wohlverhaltensphase kann er von der Restschuldbefreiung profitieren.
Das Ziel der Schuldenregulierung ist, ohne Insolvenz Schulden zu bereinigen.
Das Ziel der Schuldenregulierung ist, ohne Insolvenz Schulden zu bereinigen

Was bedeutet Schuldenregulierung?

Laut Spiegel Online ist gut jeder zehnte Erwachsene in Deutschland verschuldet. Aufgrund der steigenden Mieten und Immobilienpreise ist die Zahl der überschuldeten Menschen ebenfalls gestiegen – 2018 betrug sie 6,9 Millionen.

Allgemein geht es bei einem Schuldenregulierungsverfahren darum, die bestehenden Schulden abzubauen.

Allgemein geht es bei einem Schuldenregulierungsverfahren darum, die bestehenden Schulden abzubauen.

Allgemein wird zwischen Verschuldung und Überschuldung unterschieden. Wenn eine Person zwar Schulden hat, aber dennoch über ein regelmäßiges Einkommen verfügt, mit dem sie monatlich die Rückzahlungen problemlos leisten kann, ohne dass ihre Existenz gefährdet wird, dann handelt es sich lediglich um eine Verschuldung.

Eine Überschuldung dagegen ist problematischer. Neben Zahlungsunfähigkeit und drohender Zahlungsunfähigkeit stellt Überschuldung einen Grund zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens dar. Im Insolvenzrecht wird Überschuldung in § 19 der Insolvenzordnung (InsO) wie folgt definiert:


Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt […].

Demnach liegt eine Überschuldung vor, wenn die Schulden das Vermögen übersteigen. Ist eine Person überschuldet, kann sie zunächst versuchen, die Schulden zu regulieren. Doch was genau bedeutet eine Schuldenregulierung?

Allgemein geht es bei einem Schuldenregulierungsverfahren darum, die bestehenden Schulden abzubauen. Doch wie können Betroffene ihre Schulden abbauen, wenn sie nicht über die nötigen Mittel verfügen, selbst wenn sie zahlungswillig sind?

Häufig ist es schwer, die Schulden selbst zu regulieren, wenn die Person bereits zu tief in der Schuldenfalle steckt. Dabei steht nicht nur die finanzielle Belastung im Vordergrund, sondern auch die Psyche ist belastet. Des Weiteren verfügen viele Menschen nicht über das Fachwissen, das es ihnen ermöglicht, die notwendigen Schritte gehen zu können. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen Rechtsanwalt für die Schuldenregulierung zu konsultieren und sich von diesem beraten zu lassen. Bei der Schuldenregulierung kann der Anwalt helfen, einen Überblick über die Finanzen des Betroffenen zu verschaffen und evtl. einen Schuldenregulierungsplan auszuarbeiten sowie mit den Gläubigern zu verhandeln.


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Wie läuft ein Verfahren zur Schuldenregulierung ab?

Ist eine außergerichtliche Schuldenregulierung nicht möglich, muss der Schuldner Privatinsolvenz anmelden.

Ist eine außergerichtliche Schuldenregulierung nicht möglich, muss der Schuldner Privatinsolvenz anmelden.

In der Regel ist das deutsche Verfahren zur Schuldenregulierung nicht einheitlich. Wird eine Beratungshilfe für die Schuldenbereinigung herangezogen, wird sich diese zunächst einen Überblick über die finanziellen Verhältnisse des Schuldners verschaffen, um die Situation beurteilen zu können. Das wichtigste Ziel der Schuldnerberatung ist zunächst, den Lebensunterhalt des Schuldners zu decken und sein Konto liquide zu halten.

Im nächsten Schritt nimmt die Schuldnerberatung im Rahmen der Schuldenregulierung alle offenen Verbindlichkeiten unter die Lupe und überprüft diese auf ihreRichtigkeit. Hierfür muss der Schuldner alle relevanten Unterlagen zu seinen Schulden und seinen Gläubigern bereitstellen. Unter Umständen können die Verbindlichkeiten bzw. ihre Höhe nicht berechtigt sein. Nicht selten sind sie auch bereits verjährt.

Liegen dem Schuldnerberater alle Informationen vor, erfolgt als nächstes in der Regel die außergerichtliche Schuldenregulierung. In diesem Fall wird eine Schuldenregulierung angestrebt, ohne Privatinsolvenz anmelden zu müssen. Bei diesem Schuldenregulierungsverfahren wird ein Zahlungsplan ausgearbeitet und den Gläubigern vorgelegt. Die Schuldenregulierung kommt nur zustande, wenn die Gläubiger zu verhandeln bereit sind.

Den Gläubigern wird im Rahmen des Schuldenregulierungsplans ein Vergleich angeboten, der sich nach den finanziellen Situation des Schuldners richtet. Nach den Zahlungen soll der Schuldner noch über genug Mittel verfügen, dass seine Existenz nicht bedroht ist.

Häufig stimmen Gläubiger einer außergerichtlichen Schuldenregulierung zu, da sie dabei meistens mehr Geld zurückbekommen, als wenn eine Privatinsolvenz eröffnet wird. Unter Umständen erlassen Gläubiger dem Schuldner auch einen Teil der Schulden. Beim Schuldenregulierungsverfahren können geringfügig weitere Zahlungen vorgezogen werden, wenn der Schuldner feststellt, dass er in der Lage ist, noch mehr Geld zu entbehren. Somit können unter Umständen Einmalzahlungen vereinbart oder Ratenzahlungen vorgezogen werden.

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Den Gläubigern wird mit dem Schuldenregulierungsplan ein Vergleich angeboten.
Den Gläubigern wird mit dem Schuldenregulierungsplan ein Vergleich angeboten.

Auch für den Schuldner ist eine außergerichtliche Schuldenregulierung vorteilhafter als die Eröffnung der Privatinsolvenz, da ein gerichtliches Verfahren mit viel Kosten verbunden ist. Kommt es zu einem Insolvenzverfahren, muss der Schuldner die Verfahrenskosten selbst übernehmen. In der Regel betragen allein die Kosten für das Gericht und den Insolvenzverwalter zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Dieses Geld könnte in der außergerichtlichen Schuldenregulierung für die Tilgung der Schulden eingesetzt werden.

Schuldner sollten darauf achten, dass sie für die Schuldenregulierung keinen zusätzlichen Kredit aufnehmen, es sei denn, es handelt sich dabei um einen Umschuldungskredit mit günstigen Konditionen. In der Regel wird ein Umschuldungskredit aber nur von der Bank gewährt, bei der der Schuldner bereits Schulden hat. In diesem Fall kann der Schuldner für die Schuldenregulierung einen Kredit aufnehmen, mit dem er die restlichen alten Schulden begleicht. Am Ende hat er dann statt mehreren Krediten nur noch einen. Somit verringern sich auch die Zinsen und er behält den Überblick über seine Schulden.

Des Weiteren wird eine außergerichtliche Schuldenregulierung in keinen öffentliche Register eingetragen, etwa wie die Schufa. Die Eintragung in die Schufa kann für viele ein Problem darstellen, da damit ein wirtschaftlicher Neustart erschwert wird.

Ist eine Schuldenregulierung ohne Insolvenz nicht möglich, muss die Privatinsolvenz als letzter Ausweg beantragt werden. Eine gerichtliche Schuldenregulierung setzt jedoch den Versuch einer außergerichtlichen Schuldenregulierung voraus. Ein Muster muss dabei nicht eingehalten werden. Der Schuldner muss dem Insolvenzgericht lediglich anhand von Unterlagen nachweisen, dass er sich um eine Einigung bemüht hat. Für den Vorschlag für die Schuldenregulierung können Musterbriefe an Gläubiger von der Schuldnerberatung bereitgestellt werden.

Eine Schuldnerberatung für die Schuldenregulierung kann auch online erfolgen. Ratsuchende sollten jedoch darauf achten, dass es sich dabei um eine seriöse Stelle handelt. Dies kann ein anerkannter Rechtsanwalt für Insolvenzrecht oder ein professioneller Schuldnerberater sein.

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