Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson: Gegenmaßnahmen

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Im Überblick: Zahlungsunfähigkeit von Privatpersonen

  1. Die Zahlungsunfähigkeit stellt einen zulässigen Insolvenzgrund dar.
  2. Schuldner sollten in jedem Fall zeitnah ihre Gläubiger informieren und darauf achten, die lebensnotwendigen Verbindlichkeiten wie Miete und Energie vorrangig zu bezahlen.
  3. Der Besuch einer Schuldnerberatung ist in der Regel unausweichlich,um die finanzielle Situation zu verbessern.
Die Zahlungsunfähigkeit kann als Privatperson kaum allein bewältigt werden.
Die Zahlungsunfähigkeit kann als Privatperson kaum allein bewältigt werden.

Was heißt Zahlungsunfähigkeit?

Die Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson ist nicht nur für die Regelinsolvenz eine wichtige Voraussetzung, sie fungiert auch für Verbraucher als zulässiger Grund für ein Privatinsolvenzverfahren. Ohne den Nachweis über die eigene Zahlungsunfähigkeit ist die Insolvenzeröffnung zur Beseitigung der illiquiden Lage erst gar nicht möglich.

Gläubiger können in der Regel von der Zahlungsunfähigkeit der Privatperson ausgehen, wenn betreffender Schuldner die Tilgung fälliger Verbindlichkeiten eingestellt hat. Dazu heißt es in der Insolvenzordnung (InsO):

(1) Allgemeiner Eröffnungsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit.

(2) Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er nicht in der Lage ist, die fälligen Zahlungspflichten zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist in der Regel anzunehmen, wenn der Schuldner seine Zahlungen eingestellt hat. 

§ 17 InsO

Anders als im Fall einer Regelinsolvenz für juristische Personen ist die Überschuldung im Sinne von § 19 InsO kein valider Insolvenzgrund für die Privatinsolvenz.

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Zahlungsunfähig: Was ist zu tun?

Bei Zahlungsunfähigkeit sollte als Privatperson unbedingt ein Schuldnerberater aufgesucht werden.
Bei Zahlungsunfähigkeit sollte als Privatperson unbedingt ein Schuldnerberater aufgesucht werden.

Bei drohender oder bereits bestehender Zahlungsunfähigkeit sollte eine Privatperson immer zuerst die Verbindlichkeiten decken, die für den Lebensunterhalt nötig sind: Miete, Strom und Heizung, Lebensmittel usw. Denn Mietrückstände oder das Abschalten der Energieversorgung können drastische Folgen bis hin zur Obdachlosigkeit haben.

Andere Gläubiger sollten umgehend von der Zahlungsunfähigkeit in Kenntnis gesetzt werden, im Idealfall schriftlich per Einschreiben. Denn dann ist der Gläubiger verpflichtet, die Kosten für die Eintreibung der Schulden so gering wie möglich zu halten.

Besuch einer Schuldnerberatung

Damit sich die Zahlungsunfähigkeit der Privatperson nicht noch weiter zuspitzt, ist die „Vogel-Strauß“-Taktik keine geeignete Maßnahme. Das Ignorieren von Rechnungen, Mahnungen oder gar Mahnbescheiden ist vielmehr gefährlich, weil der Schuldner den Überblick verliert und beispielsweise nicht erfährt, dass die Zwangsvollstreckung ins Haus steht.

Den Schuldenberg allein zu bewältigen ist zwar möglich, aber extrem schwierig. Stattdessen ist der Besuch einer Schuldnerberatung anzuraten. Öffentliche Stellen arbeiten meist sogar kostenlos, doch selbst wenn die Beratung weitere finanzielle Mittel beansprucht, sind diese in der Regel gut investiert.

Außerdem kann eine Schuldnerberatung professionell einschätzen, wie wahrscheinlich eine Privatinsolvenz nötig wird und ggf. in Verhandlungen mit den Gläubigern treten, um den gesetzlich vorgeschriebenen Einigungsversuch durchzuführen.

Nur mit einer entsprechenden Bescheinigung über das Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs ist der Insolvenzantrag vollständig. In vielen Fällen kann die Zahlungsunfähigkeit einer Privatperson jedoch bereits durch außergerichtliche Maßnahmen beseitigt werden.

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Private Insolvenz

Muss die Zahlungsunfähigkeit der Privatperson gerichtlich gelöst werden, beansprucht dies Jahre.
Muss die Zahlungsunfähigkeit der Privatperson gerichtlich gelöst werden, beansprucht dies Jahre.

Kommt es zur Verbraucherinsolvenz, müssen Schuldner sich auf mindestens drei bis sechs Jahre Verfahrensdauer einstellen. Nach der gerichtlichen Schuldenregulierung ist die Zahlungsunfähigkeit für betreffende Privatperson jedoch oft passé. Denn mit dem Erreichen der Restschuldbefreiung sind ehemalige Schuldner in den meisten Fällen faktisch schuldenfrei.

Beachten Sie jedoch, dass die Restschuldbefreiung nur redlichen Schuldnern gewährt wird. Liegen bspw. Verletzungen von Obliegenheiten oder Insolvenzstraftaten vor, ist die Befreiung nicht möglich.

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