Bei Darlehensschulden an die Zukunft denken – Konsum versus Investition

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Im Überblick: Darlehensschulden

  1. Bei einem Darlehen leiht sich die eine Vertragspartei Geld von jemand anders. Im Gegenzug muss sie die entsprechende Summe plus Zinsen zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzahlen
  2. Darlehensschulden bestehen laut Definition also nicht nur aus dem geliehenen Geldbetrag, sondern sie beinhalten auch die darauf zu zahlenden Zinsen nebst möglichen Zusatzkosten.
  3. Ob es sinnvoll ist, Darlehensschulden zu machen, hängt von der eigenen finanziellen Situation und dem Verwendungszweck ab.
Achtung: Darlehensschulden bestehen nicht nur aus dem geliehenen Geldbetrag.
Achtung: Darlehensschulden bestehen nicht nur aus dem geliehenen Geldbetrag.

Wann ist ein Darlehen sinnvoll und wann zu riskant?

Wer finanzielle Aufwendungen nicht aus der eigenen Tasche bezahlen kann, der leiht sich Geld von einer anderen Person oder einem Geldinstitut. Die entsprechende Summe muss er zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder zurückzahlen. Und meistens kommen auch noch Zinsen auf diesen Geldbetrag hinzu. Das ist das Prinzip eines Darlehens.

Das Bürgerliche Gesetzbuch formuliert es in § 488 BGB so:

„Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins und bei Fälligkeit des zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.“

Die entsprechenden Darlehensschulden setzen sich also aus der geliehenen Geldsumme und den darauf zu zahlenden Zinsen zusammen. Gegebenenfalls kommen zusätzliche Kosten hinzu.

Die Gründe für eine solche Kreditaufnahme sind vielfältig. Sie können privater oder geschäftlicher Natur sein. Im privaten Bereich, auf den wir uns hier konzentrieren wollen, kommen folgende Verwendungsmöglichkeiten in Betracht:

Darlehensschulden können langfristig oder kurzfristig bestehen, je nach der Vertragslaufzeit.
Darlehensschulden können langfristig oder kurzfristig bestehen, je nach der Vertragslaufzeit.
  • finanzielle Aufwendungen für Haus, Hof und Garten
  • Autokauf
  • Studium, Ausbildung, Weiterbildung
  • Gesundheit
  • Lifestyle
  • Urlaub und Reisen
  • Umschuldung
  • feierliche Anlässe (Hochzeit, runder Geburtstag)
  • Unterhaltungselektronik

Dabei ist es nicht für jede geplante Ausgabe gleich sinnvoll, Darlehensschulden zu machen. Denn einerseits kann sich der Verwendungszweck auf die Kreditkonditionen auswirken. Andererseits sind mit einem Darlehen nicht zu unterschätzende Risiken verbunden.

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Brauche ich das wirklich? Vorüberlegungen vor einer Kreditaufnahme

Bevor Sie sich entscheiden, einen Kredit aufzunehmen und auf diese Weise Schulden zu, sollten Sie sich genau überlegen, ob die gewünschte Ausgabe wirklich sinnvoll ist. Während sich einige Anschaffungen in der Zukunft tatsächlich auszahlen, ist von Darlehensschulden zur Finanzierung eines kostspieligen, aber unnötigen Wunsches eher abzuraten.

Ob Sie wirklich ein Darlehen aufnehmen sollten, hängt einerseits vom Verwendungszweck ab und andererseits von Ihrer finanziellen Situation. In folgenden Fällen ist es sinnvoller, keinen Kredit aufzunehmen:

  • Sie machen per Kredit Konsumschulden für Produkte und Dienstleistungen, die Sie nicht für Ihre Lebenshaltung benötigen, beispielsweise für kurzfristige Urlaubsreisen oder andere Vergnügen, für Unterhaltungselektronik und teure Markenkleidung
  • Sie können nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob und wie Sie die monatlichen Raten auf Ihre Darlehensschulden bezahlen können.
  • Bei Ihnen stehen in Zukunft weitere, dringendere Anschaffungen an, z. B. weil Ihre Waschmaschine schon etwas in die Jahre gekommen ist.
  • Es gibt günstigere Alternativen ganz ohne Kredit, etwa indem Sie auf die neueste Technik verzichten und stattdessen ein gebrauchtes Gerät oder ein Vorgängermodell kaufen.
Eine Gefahr von Darlehensschulden liegt darin, die Kosten falsch zu kalkulieren.
Eine Gefahr von Darlehensschulden liegt darin, die Kosten falsch zu kalkulieren.

Umgekehrt kann es sinnvoll sein, vorübergehend Darlehensschulden zu machen, um wirklich notwendige oder sich lohnende Investitionen vorzunehmen. So kostet z. B. eine gute Ausbildung Geld, bietet dafür aber bessere berufliche Chancen und Verdienstmöglichkeiten. Doch auch derartige Investitionen müssen bezahlt werden. Überlegen Sie daher auch hier genau:

  • Verfügen Sie über ein ausreichend hohes und sicheres, regelmäßiges Einkommen?
  • Sind Sie in der Lage, die Darlehensschulden mit hoher Wahrscheinlichkeit zurückzuzahlen?
  • Gibt es keine Alternative zu diesem Kredit, z. B. indem Sie zunächst genug Geld ansparen oder sich einen bestimmten Betrag von Ihrer Familie leihen?
  • Falls bereits eine Finanzierung besteht: Sind die Kosten des neuen Darlehens wirklich günstiger?

Gefahren bei der Darlehensaufnahme

Grundsätzlich gilt es, bei einem Darlehen drei Dinge zu beachten: die vertraglichen Konditionen, insbesondere die tatsächlich entstehenden Kosten, die eigene wirtschaftliche Situation und die Folgen von Schulden und eines möglichen Zahlungsausfalls.

Darlehensschulden bestehen nicht nur aus der geliehenen Summe. Der Darlehensnehmer, also derjenige, der sich das Geld leiht, muss zusätzlich Zinsen zahlen. Unter Umständen berechnet das Geldinstitut als Darlehensnehmer noch weitere Kosten. Hier liegt die Gefahr darin, einzelne Kosten zu übersehen und die Endsumme falsch zu berechnen.

Nur wer finanziell gut abgesichert ist, sollte einen Kredit bzw. ein Darlehen in Erwägung ziehen. Wenn allerdings das Geld ohnehin kaum reicht, um die monatlichen Lebenshaltungskosten abzudecken, ist das Darlehen nur eine zusätzliche Belastung, die schnell zur Schuldenfalle werden kann. Überlegen Sie genau, ob Sie die monatliche Rate wirklich noch neben allen anderen Kosten für Miete, Strom etc. leisten können.

Die Bank als Gläubiger kann den Darlehensvertrag kündigen, wenn Sie die Raten nicht regelmäßig und pünktlich zurückzahlen. Dann werden die restlichen Darlehensschulden mit einem Schlag fällig.

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