Inkassounternehmen: Was ist das?

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Im Überblick: Was ist ein Inkassounternehmen

  1. Ein Gläubiger – ob als Privatperson oder Unternehmen – kann ein Inkassounternehmen beauftragen, damit dieses die offenen Forderungen gegenüber einem Schuldner eintreibt. Dadurch kann sowohl Zeit als auch Personal gespart werden können.
  2. Ein Unternehmen kann nur als Inkasso agieren, wenn es gemäß dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG), die vorgegebenen Bedingungen erfüllt.
  3. Welche Inkassounternehmen in Deutschland zugelassen und somit seriös sind, kann Ihnen die Übersicht auf www.rechtsdienstleistungsregister.de anzeigen.
  4. Wie hoch die Kosten für ein Inkassounternehmen werden, hängt von der Höhe der Forderung ab. Des Weiteren richten sich die Kosten nach der Rechtsanwaltsgebührentabelle.
Bei offenen Schulden, deren Eintreibung schwer oder zeitintensiv ist, kann der Gläubiger um an sein Geld zu kommen, für die Eintreibung ein Inkassounternehmen beauftragen.
Bei offenen Schulden, deren Eintreibung schwer oder zeitintensiv ist, kann der Gläubiger um an sein Geld zu kommen, für die Eintreibung ein Inkassounternehmen beauftragen.

Was macht ein Inkassounternehmen?

Bestehen offene Schulden, deren Eintreibung schwer oder zeitintensiv ist, kann der Gläubiger unter Umständen ein Inkassounternehmen beauftragen, um an sein Geld zu kommen. Was sind genau Inkassounternehmen und welche Aufgaben übernehmen die Mitarbeiter von Inkassounternehmen?

Üblicherweise sorgt ein seriöses Inkassounternehmen, das den Registrierungsvoraussetzung entspricht, dafür, dass legitime Außenstände vollständig und so früh wie möglich bezahlt werden. Die Mitarbeiter von Inkassounternehmen treffen sich üblicherweise mit Schuldnern und bewegen diese dazu, die Rechnungen zu zahlen, die aus einer abgeschlossenen Dienstleistung bzw. einem vollendeten Handel resultieren. Die Schulden können auch aus einem Darlehen oder einem Kredit entstanden sein. Inkassounternehmen sind gleichermaßen für Firmen und Privatpersonen tätig.

Der Vorteil eines Inkassounternehmens ist, dass der Gläubiger mit ihm viel Zeit und Aufwand sparen kann. Er muss nicht selbst mit dem Schuldner in Kontakt treten, zudem ist das Personal von Inkassounternehmen speziell auf Inkassotätigkeiten geschult und kann effizienter arbeiten.

Der Vorteil eines Inkassounternehmens ist, dass der Gläubiger mit ihm viel Zeit und Aufwand sparen kann.
Der Vorteil eines Inkassounternehmens ist, dass der Gläubiger mit ihm viel Zeit und Aufwand sparen kann.

In der Regel begleitet ein Inkassounternehmen den Auftraggeber während des kompletten Prozesses. Es wird immer zunächst ein außergerichtliches Inkassoverfahren angestrebt, wobei es zum Ziel hat, die offenen Beträge und Außenstände ohne langwierige Vorgänge einzutreiben.

Ist das außergerichtliche Inkassoverfahren gescheitert, begleitet das Inkassounternehmen den Gläubiger auch durch ein gerichtliches Inkasso. Des Weiteren kann ein Inkassounternehmen im Auftrag eines Gläubigers und an dessen Stellen beispielsweise eine Vollstreckung von offenen Forderungen überwachen bzw. die bestehenden Titel einklagen.

Inkassounternehmen, welche in Deutschland tätig sind bzw. im Auftrag handeln wollen, müssen gemäß dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) bestimmte Bedingungen erfüllen, damit sie zugelassen werden. Seit dem dem Inkrafttreten des Gesetzes am 01. Juli 2008 hat sich für Inkassounternehmen einiges geändert. Demnach dürfen sie Vollstreckungs- sowie auch Mahnbescheide eintreiben und Vollstreckungsmaßnahmen stellvertretend für den Gläubiger durchführen.

Wenn ein Gläubiger ein Inkassounternehmen beauftragt, bevollmächtigt er dieses gleichzeitig, die Kommunikation um den Einzug der Forderungen selbstständig zu übernehmen. Die offenen Forderungen sollten auch an das Inkassounternehmen überwiesen werden.

Darf ein Inkassounternehmen mit einem Schufa-Eintrag drohen, um den Betroffene zur Zahlung der offenen Schulden zu bewegen? Laut § 4 Nr. 1 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb stellt dies eine unlautere Handlung dar, denn ein Schuldner darf in seiner Entscheidungsfreiheit bzgl. der Schulden nicht auf unangemessene Weise beeinträchtigt werden.

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Seriöse Inkassounternehmen in Deutschland: Liste zugelassener Inkassounternehmen

Wenn Sie ein Inkassounternehmen beauftragen, welche Kosten entstehen?
Wenn Sie ein Inkassounternehmen beauftragen, welche Kosten entstehen?

Woran können Gläubiger und Schuldner erkennen, dass es sich um ein seriöses und gutes Inkassounternehmen handelt? Es kommt durchaus häufiger vor, dass Betroffene in DeutschlandRechnungen von Inkassounternehmen mit der Aufforderung zur Zahlung einer Rechnung, die sie nicht nachvollziehen können. Es gilt deshalb, genau zu prüfen, ob die Schulden sowie deren Höhe berechtigt sind.

Auf der Webseite rechtsdienstleistungsregister.de finden Sie 750 große Inkassounternehmen in Deutschland, die zugelassen sind und zum Bundesverband deutscher Inkassounternehmen (BDIU) gehören.

Ein Inkassounternehmen, das seriös arbeitet, ist laut Definition ein solches, das vollständige und nachvollziehbare Rechnungen versendet. Diese müssen unter anderem folgende Merkmale bzw. Informationen enthalten:

  • offener Rechnungsbetrag
  • von wem die Forderung erhoben wird
  • welche Gebühren und Kosten zusätzlich hinzukommen (Mahngebühren usw.)
  • für welchen Zeitraum welche Zinsen anfallen

Was dürfen Inkassounternehmen also berechnen, um noch als seriös zu gelten? Wenn Sie ein Inkassounternehmen beauftragen, welche Kosten entstehen?

Was darf ein Inkassounternehmen berechnen?

Welche Kosten ein Inkassounternehmen erheben darf, regelt unter anderem das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDGEG). Insbesondere
§ 4 Abs. 5 im Einführungsgesetz zum RDGEG ist festgelegt, welche Kosten zulässig sind und berechnet werden können.

In der Regel erhalten Mitarbeiter von Inkassounternehmen die gleiche Vergütung wie Rechtsanwälte. Die Höhe von den veranschlagten Gebühren der Inkassounternehmen sowie der Anwälte richtet sich nach der Rechtsanwaltsgebührentabelle. Des Weiteren hängen die Inkassokosten vom Gegenstandswert ab, also von der Summe der Schulden. Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, dass Inkassounternehmen mehr Gebühren einfordern. Das kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn das Eintreiben der offenen Summen besonders aufwändig oder schwierig ist.

Hat ein Gläubiger monatlich mehr als 100 gleichartige Forderungen, kann das Bundesministerium einen Höchstsatz für die Inkassokosten festlegen.

Die Kosten für das Inkassounternehmen sind üblicherweise vom Schuldner zu tragen. Diese Kosten werden als sogenannte Nebenforderungen in der Rechnung benannt. Dies muss erfolgen, um die Nachvollziehbarkeit der Gesamtsumme für den Schuldner zu gewährleisten.

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